Nach ein paar Tagen Bukarest entscheiden wir uns für den Heimweg etwas Zeit zu nehmen und wählen die Route entlang der bulgarischen und serbischen Grenze. Schon nach wenigen Stunden Fahrt eröffnet sich uns ein neues Rumänien. Pferde- und Ochsengespanne, wunderschöne wilde Natur und einfache Dörfer. Die Strasse wird von den schiefen in vielen Farben angemalten Häuschen mit den verwilderten Gärten flankiert. Es riecht überall nach Holzfeuer, Schaschlik und brennenden Feldern.
In den Gärten wird gearbeitet - Früchte werden geerntet und direkt am Strassenrand verkauft. Hier scheint irgendwie alles stehen geblieben zu sein. Es geht alles langsamer als im oberen sich westlich ausrichtenden Teil Rumäniens und die Strassen werden kleiner und rudimentärer. Lange fahren wir gebannt von den Eindrücken entlang eines Flusses durch kleine Täler, Dörfer und über Hügel. Es ist Heiss und die Sonne brennt sich in unsere Haut.
Bei Tamna beobachten wir ein paar Kinder, welche sich im Fluss abkühlen. Die Mädchen seifen sich die Haare ein und die Knaben tauchen um die Wette. Wir passieren Ciucheta und Strehaia wobei uns die Nomaden Rumäniens mit ihren Planenwagen begegnen. Eine Eindrückliche Reise und ein Geheimtip für alle, welche sich für diese Einfachheit und die Kultur der Romas begeistern.
Gerührt von dieser kurzen aber vielseitigen Reise fahren wir langsam gen Westen und lassen in den Staus in Österreich nochmals die Highlights der letzten Tage passieren. Einmal mehr fasziniert uns die Freundlichkeit der Menschen und die Schönheit des Ostens.