Von Luzern gings durch die Ostschweiz, quer durch Österreich mit halt in Wien, durch Ungarn an den rumänischen Zoll bei Nagilak. Eine schweisstreibende Fahrt zu dritt im VW-Bus. Es ist ungemein heiss und die Sonne brennt sich vom frühen Morgen bis zum späten Nachmittag in unsere Haut. Das für uns gewöhnliche Einstimmen; wir leben ein paar Tage auf Raststätten im und neben dem Wagen - was sich uns langsam aber sicher anmerken lässt. Bei dieser Art die Schweiz zu verlassen und auf ein ungewisses Ziel hin zu arbeiten kann man sich wunderbar von den inzwischen schon wieder angenommen Gewohnheiten des Lebens an festen Standort entfernen und lernt wieder mit einer Pfanne auf einem Feuer zu kochen, die Kleider nicht mehr so häufig zu wechseln, vorwiegend von der Sonne gesteamte Wasserflaschen und Biere zu konsumieren und eben halt alles was dazugehört.
Gezeichnet von den Letztjährigen Zollerfahrungen in der Ukraine und in Russland, waren wir auf alles gefasst - fast schon "leider" verlief das ganz ungewohnt problemlos (seit dem EU-Beitritt von Rumänien gibt's ja keinen Zoll mehr). Und schon ist man da - irgendwo kurz vor Arat. Kaum ein Unterschied zu Ungarn, gute Strassen und viele Baustellen auf welchen Gebäude mit modernster Technik und auf neustem Stand entstehen. Irgendwie etwas erschrocken reisen wir durch die wunderschöne Gegend der Karpaten. Prächtige Wälder, Nationalparks und Landwirtschaft zieht sich entlang der Hauptstrasse. Die nach Holzfeuern duftenden Küchen und die energische Fahrweise ist beinah das Einzige , was uns daran erinnert, dass wir im Osten sind.






