Morgens noch ein Bad, ein Espresso auf wackligen Plastikstühlen und dann ab Richtung Ukraine. Um halb zwölf erreichen wir die Grenze und erwarten das Schlimmste. Doch nach ein paar unverständlichen Zetteln, einem Formular und einer Gruppe von Zöllnern, die sich um Reinis Dnepr scharen, sind wir schon drüben. Vielleicht weil uns die meisten Leute auf unserer Reise bis jetzt Angst vor diesem Land gemacht haben, passiert bei mir jetzt das Gegenteil und ich finds gleich super. Auf den ersten Blick (für mich) eine Mischung aus 70er-Jahre Italien und Afrika (wegen der Mensch überall). Schlechte Strassen (habe ich erwartet), kleine Restaurants überall und immer wieder Leute – in Gärten, Dörfern, Flüssen und Autos, auf Anhängern, Heuwagen, Pferden und auf der Strasse mit alten, rostigen Sowjet-Velos.
Durch ein Fluss-Wiesental gehts nach Rakaiv, einem Winter- und Sommerferienort in den Karpaten (die höchste Stadt der Ukraine) wo wir im Hotel Europa ein Zimmer beziehen. Das Hotel heisst unter anderem so, weil sich, bisschen das Tal runter, der geografische Mittelpunkt Europas befindet.
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