Da wir aus der Schweiz nach Frankfurt anreisten, geschah das schon am 4. Oktober.
Am 5. Okt. begann dann unsere Reise mit dem Flug der Uzbekistan-Air von Frankfurt nach Tashkent wo wir am Abend ankamen, gespannt auf neue Abenteuer. Nach dem zeitraubenden „Prozedere“ durch die Passkontrolle streckten wir unsere Fühler aus und fanden eine junge, gut deutsch sprechende Reiseleiterin sowie die zwei Mitreisenden aus Wien.
Schon die Fahrt durch das beleuchtete Tashkent zum Hotel war beeindruckend. Nach einer guten ersten Nacht führte uns Fewzie, unsere Reiseleiterin, zu vielen Sehenswürdigkeiten in Tashkent, der riesigen Hauptstadt von Uzbekistan mit ca. 2,6 Millionen Einwohnern. Traumhafte Moscheen, Medresen, Geschäfts- und Wohnhäuser durchsetzt von grossen Grün- und Parkanlagen zeigten uns ein buntes Stadtbild. Beeindruckend fanden wir auch die Gedenkstätte an das Erdbeben von 1961, dargestellt durch einen zerrissenen Marmorstein der an die Katastrophe erinnert, bei der ein grosser Teil der Stadtbevölkerung in den Tod gerissen wurden.
Erfüllt von diesen vielen Eindrücken müssen wir am Abend Taschkent schon wieder verlassen für den Weiterflug nach Urgentsh von wo wir nach einer Fahrt von 30 km in der Oasenstadt Khiva unser Hotel beziehen.
Am Morgen gingen wir bei herrlichstem Sommerwetter los. Khiva besteht aus einer historischen Innenstadt und einer Aussenstadt. Durch das Westtor betraten wir die Innenstadt, ein überwältigender Anblick. Die Farben und Formen entsprechen genau unseren Gefühlen. Das Sandbraun verziert mit den blauen, türkis- und petrolfarbigen Keramikfliesen, die runden farbigen Kuppeln, all die filigranen Ornamente und Muster laden zum Staunen ein – auch zum nachdenken, mit wie vielen Händen, Schweiss und Pein solche Bauten entstanden sein müssen. Mit vielen Erklärungen, Geschichten und mit grossem Hintergrundwissen führte uns Fewzie durch diese Stadt und ihre Kulturen. Nach dem Nachtessen bei einer „Uzbekischen Familie“ (kleines Privatlokal) spazierten wir noch durch die alte Stadt, dass hat sich wirklich gelohnt. Wie in „Tausend und eine Nacht“ waren viele Moscheen, Medresen mit ihren Toren und Nischen in blaues, rotes, grünes und gelbes Licht getaucht wie im Märchen, ein unwirklicher, zauberhafter Anblick unter dem orientalischen Sternenhimmel.
Der neue Tag begann mit einer Fahrt durch ein grosses Industriegebiet in Richtung Urgentsh. Bald wurde die Gegend beidseits der Strasse immer ländlicher und wir fuhren durch landwirtschaftlich genutztes Land. Auch hier arbeiten die Bauern mit der Zweistufen-Kultur. Rüben, Kartoffeln, Gemüse und Kräuter wachsen zwischen den Obstbäumen, vorwiegend „Niederstämmig“. Karg wirken die riesigen Getreide- und Baumwollfelder, wären da nicht die Frauen mit ihren herrlich farbigen Gewändern und bunten Kopftüchern, welche diese eintönige Landschaft beleben. Interessant, bis jetzt konnten wir noch keinen eindeutigen „Usbekentypus“ ausfindig machen, wir erkennen die verschiedenen Einflüsse der Nachbarländer, also sind diese Menschen „Eurasier“. Die vergoldeten Zähne, mehrheitlich der Frauen, gelten als Schmuck, zeigen den Reichtum und lassen die freundlichen Gesichter sichtlich erstrahlen. Die Frauen wirken selbstbewusster, offen und eigenständiger als in anderen islamisch geprägten Ländern, die wir kennen. Unsere Fahrt führte immer weiter hinaus in die Steppenwüste wo uns der starke und kalte Wind nach einem Festungsbesuch in eine gemütliche Jurte zum Mittagessen trieb. Wieder zeigte sich ein azurblauer Himmel, der uns auf dem Weg nach Turkmenistan begleitete. Vor der uzbekischen Zollstation verabschiedeten wir uns von unserer Fewzie und waren jetzt auf uns allein gestellt.
Nach den komplizierten Ausreiseformalitäten wurden wir mit einem speziellen Taxi durchs Niemandsland zum turkmenischen Zoll gebracht. Das Grenzgebäude zum Eintritt ins neue Land erinnerte uns an ein „Schrebergartenhäuschen“. Die Schritte durch ein nasses Sumpfbeet, wahrscheinlich um irgendwelche Keime abzutöten, vervollständigten den Eindruck der totalen Einfachheit. Beim Eingang streckte uns ein Arzt, in nostalgischer weisser Schürze, eine Hand voll verschwitzter Fiebermesser entgegen – die Schweinegrippe lässt grüssen! Die unhygienischen Messgeräte platzierten wir zwischen Hemd und Windjacke, die 35° fand der „Arzt“ dann super. Schmunzelnd gingen wir zum nächsten Posten. Pass- und Visakontrolle, hier wurden alle Daten von Hand in einem grossen Buch eingetragen, was seine Zeit brauchte. Nach der zusätzlichen Einreisegebühr erwartete uns die neue Reiseleiterin, eine blonde, hübsche, junge russisch anmutende Frau mit besten Deutschkenntnissen.
Ohne viel Zeit zu verlieren fuhren wir weiter ins Gebiet von Konja-Urgentsh, einstige Hauptstadt von Khorezm, mit wunderschönen Mausoleen, Moscheen und überdimensionalen Minaretten, die durch kunstvolles verschieben der naturfarbenen Erdziegel wunderbare Muster erreichten. Die verschiedenen Stile aus verschiedenen Zeitepochen und Kulturen, von verschiedenen Herrschern erbaut, zeigten die Spuren einer viel umkämpften Handelsstadt an der Seidenstrasse. Doch noch fast imposanter war für uns eine einheimische Grossfamilie in ihren wunderbaren farbigen Velourskleidern, die einem alt überlieferten Brauch frönten. Wir standen auf einem Hügel und bewunderten die unglaubliche Weite. Unterhalb von diesem Hügel befanden sich viele alte Grabstätten. Bei diesem Brauch hüllte sich eine Frau oder ein Mann in einen alten Mantel und legte sich hin, eine andere Person gab ihr einen sanften „Schups“ und schon rollte diese den Hügel hinunter. Das Ziel war, dass die „Fahrt“ möglichst nah bei einem Steingrab endete um dieses zu berühren – Glück zu empfangen. Für uns war es ein herrliches Schauspiel und auch diese Familie hatte ihren Spass daran. Der Schwindel danach und die Schummelei gab dem Spiel den Höhepunkt. Am Abend ging es schon wieder zum Flughafen für den Weiterflug nach Ashgabat.
Der Morgen begann mit einem Basarbesuch. Am Rande der Wüste, etwas ausserhalb der Stadt, pulsierte hier unglaubliches Leben. Die Fröhlichkeit der Menschen, die Farbenpracht, Düfte, Musik und viel Lärm um nichts zeichnen dieses Markttreiben aus. Wir verliessen das pure Leben wieder und begaben uns in stillere Gefilde. Auch Ashgabat wurde mehrere Male von Erdbeben heimgesucht, das schlimmste war im Jahr 1948. Ein grosser Teil dieser Stadt mit 823’000 Einwohnern wurde vernichtet und fast die Hälfte der Bevölkerung fiel der Naturgewalt zum Opfer. Die damalige russische Besatzung half mit vielen zusätzlichen Freiwilligen mit einfacher und schneller Bauweise den Überlebenden. Seit 1991 ist Turkmenistan eine unabhängige Republik. Die „schnell“ erstellten Gebäude zeigen jetzt aber schon erste Verfallserscheinungen und schreien nach Erneuerung. Das Ziel des Präsidenten ist hoch gesteckt, innerhalb von 20 Jahren soll eine neue Stadt gebaut werden. Seit 12 Jahren wird abgebrochen und neu gebaut – und sie sind auf dem besten Weg dazu dieses Ziel zu erreichen. So was hatten wir wirklich noch nie gesehen und dies nach dem ersten Eindruck des „Grenz-Gartenhäuschens“. Jungfräulich, vorwiegend in Weiss und Glas, entstehen hier gigantische architektonische Meisterwerke in unwahrscheinlicher Menge und Vielfältigkeit und beschäftigen tausende von Menschen, so ist auch das Arbeitslosen-Problem gelöst. Elena bestätigte dann auch, dass der Staat keine Arbeitslosengelder bezahlt, da jeder arbeiten kann wenn er will. Wir waren überwältigt. Dies alles ist möglich, weil das Land vor allem Erdgas, Erdöl, Gold und Baumwolle exportieren kann. Der Abend wurde besiegelt mit einem wunderbaren Nachtessen im höchsten Restaurant der Stadt, mit hinreissender Aussicht von der Hochplattform. Märchenhaft wurden die riesigen Bauwerke in allen Farben im Wechselspiel beleuchtet, ebenso die opulenten Wasserspiele.
Unsere Reise ging aber weiter, so erreichten wir bei Sonnenaufgang nach einem kurzen Flug, Mary. In dieser kleineren Stadt, geprägt von den Russen, besuchten wir neben anderen Sehenswürdigkeiten das Heimatmuseum. Die Führung brachte uns die Geschichte und Lebensweise dieses Volkes, zusammengewürfelt aus fünf Stämmen, etwas näher. Die anschliessende Weiterfahrt führte uns in die uralte Stadt Merve die von einer Mauer, bis 20 m hoch, umgeben war. Verteilt auf einem riesigen Gelände stehen Fragmente und Ruinen die zum Teil restauriert werden oder bereits fertig sind. Unter anderem besuchten wir gegen Mittag ein abgelegenes Mausoleum, dass wegen momentanen Renovationsarbeiten eingerüstet war, so konnte man nicht allzu viel sehen, aber als Pilgerstätte wurde es dennoch besucht. Kleinere Gruppen und ganze Familien kommen an diesen Ort um alleine oder mit dem Imam zu beten. Sie beziehen hier einfache Unterkünfte, kochen und essen zusammen und pflegen die Gemeinsamkeit. Ca. 80% der Uzbeken und Turkmenen sind Muslime. Spontan wurden wir vom Imam zum Mitessen eingeladen, so setzten wir uns dankend auf den langen Tisch zu den Männern. Die Frauen bestellten die Küche und kümmerten sich um das leibliche Wohl. Nach dem Essen und dem gemeinsamen Gebet bedankten wir uns herzlich und gingen von Dannen.
Heute, Sonntagmorgen führte uns Elena in eine Russisch Orthodoxe Kirche, genau zur Zeit des Gottesdienstes. Feierlich lud uns dieser ganz andere Ort zum still werden ein. Mit glockenhellen, wunderschönen Gesängen und viel Weihrauch wurde die Messe umrahmt und zeigte uns wieder die Mystik eines anderen Glaubens. Voll bepackt mit vielen Eindrücken von diesem Land fuhren wir nach vier Tagen (waren es wirklich nur 4 Tage?) via Turkmenabad zurück nach Uzbekistan, natürlich wieder mit viel Nervenkitzel. Auf uns alleine gestellt, mussten wir nach den Ausreiseformalitäten etwas mehr als einen Kilometer zu Fuss durch das Niemandsland bis zum uzbekischen Zoll wandern.
Dort durften wir dann ausharren bis zur Abfertigung. Fewzie wartete am Ausgang seit 11.30 Uhr und erkundigte sich immer wieder nach vier europäischen Touristen; niemand wusste Bescheid. Um 16.30 Uhr erreichten Brigitte und ich (Heidi) unsere Reiseleiterin und den Chauffeur. Wir freuten uns riesig, unsere lieb gewonnene Fewzie wieder zu treffen, es war fast wie Heimkommen. Eine halbe Stunde später trafen dann auch unsere Männer zu uns. Die Fahrt durch die Wüste in unser Hotel, einer hübsch zurecht gemachten Karawanserei in Buchara, war dann sehr kurzweilig, hatten wir uns doch gegenseitig so viel zu erzählen.
Buchara, mit einer faszinierenden Altstadt mit der Zitadelle, den Mausoleen, prächtigen Moscheen und vielen anderen Sehenswürdigkeiten, liessen den Tag wieder schnell vorbeigehen. Abends war eine Modeschau mit Folkloretänzen angesagt und das in einer wunderschönen Medrese unter freiem, leuchtendem Himmelszelt. Russische Models führten Designerkleider vor. Dazwischen spielten Musiker Melodien von den verschiedenen uzbekischen Stämmen. Eine Tanzgruppe präsentierte sich in den entsprechenden Kostümen, anmutig und wunderschön anzuschauen, dazu genossen wir das Nachtessen. Dieser Tag war wieder ein Volltreffer, wie so viele andere schon.
Der neue Tag begann mit dem Besuch des Sommerpalastes des letzten Emirs etwas ausserhalb von Buchara. Ein herrliches Plätzchen mit Moscheen, die heute auch fleissig von einheimischen Pilgern besucht werden, die sich so immer wieder Glück und ein gutes Leben erhoffen. Die nächsten zwei Tage soll‘s nun in die Wüste gehen. Zuerst besichtigten wir unterwegs ein typisches Wasserreservoir, das durch einen mächtigen Kuppelbau geschützt ist, was für Tier und Mensch während der langen Reise auf der Seidenstrasse von grosser Bedeutung war. Das Nationalgericht „Plow“ (Reis mit Rosinen, Rüebli und Fleisch) bei einer uzbekischen Familie, in ihrem Garten war herrlich. Durch sanfte Hügelketten der Steppenwüste, in spätsommerliche Farben getaucht, fuhren wir ins Jurtencamp, dass von zwei jungen, pflichtbewussten Männern bewirtschaftet wird. Zu Fünft bezogen wir unsere zugeteilte Jurte. Eine kunstvolle Holzkonstruktion bestimmt die harmonische Kuppelform dieses „Hauses“. Reich geschmückt mit farbigen Wandbehängen, Matratzen, Kissen und Decken auf Filzteppichen lässt sich hier gut hausen. Unsere Wüstenerfahrung mit den grossen Temperaturschwankungen, warme Tage – eiskalte Nächte, bestätigte sich auch hier.
Anderntags machten wir uns mit den Kamelen bekannt, die sich durch die individuellen, ulkigen Frisuren unterschieden. In der heissen Morgensonne ritten wir durch die Stille der Steppenwüste, was immer wieder ein besonderes Erlebnis ist. Bei einem „Wüstenbauern“ wurden wir zu Brot und Tee eingeladen und konnten so hautnah die Härte der Lebensbedingungen dieser Menschen, weitab aller Zivilisation erahnen. Trotzdem sind sie fröhlich und überaus gastfreundlich. Unser Ritt zwischen den Höckern der Kamele brachte uns wieder in eine etwas andere Welt zurück.
Der Nachmittag gehörte dem Aidarkulsee. Tiefblau ruhte hier eine grosse Wasserfläche eingebettet zwischen sanften ockerfarbigen Hügeln, darüber breitete sich ein tiefblauer Himmel aus. Sonnengewärmte Steine bieten auch hier einer ca. 1,2 m langen grauen Schwarzkopfschlange herrlichen Lebensraum, die selbe Art hatte uns schon bei der Zitadelle in Buchara erschreckt.
Nach einer nochmals eisigen Nacht verliessen wir das Jurtendorf und fuhren weiter zur Sarmisch-Sai. In der imposanten Schlucht bestaunten wir Steingravuren und Malereien aus der Bronzezeit. Abenteuerlich war die 5 km lange Jeep-Fahrt dorthin. Unser nächstes Ziel hiess Samarkand, die Stadt wo die Märchen von „Tausend und eine Nacht“ ihren Anfang nahmen. Vorbei an vielen Baumwollplantagen, Obstbäumen, Gedreidefeldern und grossen Weideflächen für Kühe, Esel, Ziegen und Schafe, sowie für die speziellen Perserschafe mit ihrem „Krausfell“, die es nur noch in Usbekistan gibt. Diese abwechslungsreiche Strecke zeigte uns, dass es hier den Menschen an nichts mangelt. Esswaren, Baumwolle, Oel-, Gas- und Goldvorkommen sichern hier gute Lebensbedingungen. Beim Mittagsimbiss wurden wir spontan von einer Hochzeitsgesellschaft eingeladen und durften dem Brautpaar, vor laufender Videokamera, in unserer Sprache gratulieren. Die exotischen Wünsche bringen anscheinend besonders viel Glück und freuten die Hochzeitsfamilie und uns gleichermassen. Schon wieder wartete auf uns ein Überraschungsabend. Wir wurden zu einem Theater chauffiert, wandelten durch die goldig, weiss und rot bemalte Halle und liessen uns anschliessend in bequemen Sesseln nieder. Gezeigt wurde uns ein Querschnitt durch die uzbekische Geschichte mit Tänzen in den dazugehörigen Roben.
Heute faszinierte uns zuerst das Observatorium aus dem 15. Jh. von Ulughbek, einem Pionier der Astronomie. Die Gräberstadt Shah-e-Sende, bis vor kurzem verboten für Andersgläubige, faszinierte uns total. Diese Pracht ist kaum zu beschreiben, es fehlen uns einfach die Worte dafür. Weiter ging es zum Registan. Dieser grosse Platz, der durch seine monumentale Pracht und Grösse umrahmt von den drei unendlich hohen Medresen mit ihren Moscheen und Minaretten brilliert, liessen uns demütig und klein werden. Am Abend wurden wir im Weinmuseum in die Geschichte des usbekischen Weins eingeführt. Die anschliessende Degustation war für unsere europäischen Gaumen etwas gewöhnugsbedürftig.
Der nächste Morgen begeisterte uns mit Shaxrisabz (Schahr-e Sabs), der Geburtsstadt des Nationalhelden Timur, mit ihren riesigen Moscheen und Mausoleen. Die Malereien in den monumentalen Innenräumen werden im Moment von fünf Restauratoren saniert. Die Mauerfeuchtigkeit zerstört viele der filigranen Gold durchwirkten Muster und Ornamente. Der heutige Tag endete mit dem Besuch einer Seidenpapier-Manufaktur. Abgeschälte Maulbeerbaum-Rinde wird gekocht, zermalmt und dient so der Papierherstellung. Am Abend beglückte uns noch eine uzbekische Designerin mit ihrer flippigfarbigen Mode.
Am 20. Okt. ging unsere Reise zurück nach Tashkent, wo wir nach dem Mittagessen gleich weiter fuhren ins Tien-Shan Gebirge. Vielseitige Landschaften liessen wir hinter uns und ereichten nach ca. 360 km ein Skigebiet auf 2000 m, mit drei Hotel-Pyramiden an einem grossen Stausee, man glaubte sich fast in Europa. Gemütlich schlenderten wir am Morgen dem stillen Ufer entlang bis ein Bauer auf sein Territorium hinwies und uns zur Umkehr überredete. Eine kleine Wanderung im Gebirge liess uns die herrlich, reine Luft nochmals richtig geniessen, bevor wir zum letzten Mal in den Trubel der Grossstadt Tashkent eintauchten.
Morgen heisst es Abschied nehmen, was uns vier Gästen sehr schwer fällt, sind wir doch in dieser intensiven Zeit zu einer Kleinfamilie zusammen gewachsen.
Diese Reise vermittelte uns tiefe Eindrücke über diese Menschen mit ihrer reichhaltigen Kultur. Sie war optimal ausgedacht und zusammen gestellt, so dass jeder Tag voll von Entdeckungen und Überraschungen war. Eine Bereicherung in allen Facetten.
Unser Dank gilt dem Nomad-Team, dass diese wunderbare Reise zusammengestellt hat. Den beiden Reiseleiterinnen, die uns mit ihren guten Deutschkenntnissen ihr Land näher gebracht haben. Beide Frauen mit viel Wissen, Stolz und Liebe zu ihrer Heimat. Danke auch unseren beiden lieben Mit-Reisern, mit denen wir sehr harmonisch und spassig die vielen Erlebnisse teilen durften. Diese empfehlenswerte „Reise zu den Menschen“ gewährte uns einen kleinen Einblick in junge Länder mit uralter Geschichte, also in eine andere Welt.
Heidi & Fritz Höhn





